Wer eine Reise tut, … muss auf jeden Fall am Sonntag schon um 6:00 Uhr morgens starten, wenn er eine Tour d’Europe machen und am selben Tag bis nach Brüssel fahren will. Wer das war?

Das sind wir, die „Sozialkundler“ aus der Q11 und der Leistungskurs Sozialkunde aus der K12. Ein kleiner Umweg über die Niederlande hielt uns nicht davon ab, noch am ersten Tag das Brüsseler Wahrzeichen, das Atomium, zu bewundern, bevor wir hungrig die Innenstadt eroberten. Sprachliche Hürden meisterten wir wider Erwarten mit Bravour! Nach dem Besuch der Europäischen Kommission am Montagvormittag besuchten wir die Bayerische Vertretung im ehemaligen Institut Pasteur, einem herrschaftlichen Gebäude, das sich nur einen Katzensprung entfernt von den Europäischen Institutionen befindet. Selbstverständlich schlugen wir das üppige Buffet nicht aus, damit wir dann genügend Energien hatten, den Chef der Bayerischen Medienabteilung vor Ort mit Fragen zu löchern. Ein Stadtrundgang behob unsere Orientierungsprobleme und zeigte uns die unterschiedlichsten Facetten dieser Metropole. Dass auch die Teilnehmer ganz unterschiedlich sind, zeigte sich an den divergierenden Zeiten im Bad. Wie man das feststellen kann? Unsere Jugendherberge verfügte über ganze drei Duschen. Schließlich war aber auch am Dienstag jede/r so gestylt, dass Frau Kröll ihn/sie mitnahm, und wir eroberten das Europäische Parlament, wo wir sogar an einer Ausschusssitzung im Plenarsaal teilnehmen durften. Faszinierend hat uns dabei vor allem die Arbeit der Dolmetscher, die jeden Redebeitrag in die insgesamt 23 Amtssprachen der EU übersetzten. Selbstverständlich kamen bei all dem politologischen Wissen, dass wir in der belgischen Hauptstadt aufsaugen durften, auch die eigenständigen Exkursionen und der Kontakt mit der „autochthonen Bevölkerung“ nicht zu kurz. Dabei staunten wir immer wieder, wie weit die Schere zwischen Arm und Reich dort auseinander geht. Dank des Stipendiums der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildung durften wir diese EU-Metropole kennen lernen und nahmen dabei richtig viel Wissen mit: Sachwissen natürlich und das Wissen, dass Sprachen richtig wichtig sind. Und dank unseres Busfahrers kamen wir am Mittwoch gegen 6:00 Uhr morgens wieder heil in Lindau an.

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