„Ein interessantes kulturelles Erlebnis mit vielen abenteuerlichen Exkursionen“, „eine erlebnisreiche Woche.:)“, „ging (…) viel zu schnell vorbei“ oder auch nur „eine schöne Erfahrung“ – die Teilnehmer am diesjährigen Austausch mit Montpellier in Südfrankreich sind sich einig:

ein Austausch lohnt sich, auch in der heutigen Zeit, in der er oft gerne als überholt dargestellt wird. Unser Programm konnte sich auch in diesem Jahr sehen lassen:

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Anreise

Am Montag, den 7.2. 2011 machten wir - 19 Schülerinnen und Schüler aus der achten und neunten Jahrgangsstufe und die begleitenden Lehrer, Frau Mercelat und Herr Schiewer - uns auf den Weg nach in Südfrankreich. Lunel Die knapp 12 Stunden Fahrtzeit vergingen – auch Dank des netten Busfahrers - schneller als erwartet, und bei einbrechender Dunkelheit wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien begrüßt.

Dienstag, 8.2.

Am Morgen war Schule angesagt. St Thérèse, eine katholische Privatschule, die Kindergarten, Grundschule und Collège umfasst, ist sehr alt und verwinkelt, der Pausenhof von einer dicken Mauer umschlossen und man muss durch ein Stahltor, das tagsüber geschlossen ist. Die meisten Lehrer haben ihren eigenen Raum, d.h. die Schüler müssen zu den Lehrern gehen und sind selten im eigenen Klassenzimmer. Die Franzosen haben u.a. fast jeden Tag bis 17 Uhr Schule, wir konnten jedoch schon früher gehen.
Am Mittag fuhren wir nach Grau du Roi, einem ehemaligen Fischerort, an dessen Strand wir auch picknickten. Danach hatten wir noch Zeit, am Strand Muscheln zu suchen, das Dorf zu erkunden, Crêpes zu essen oder Souvenirs zu kaufen. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zu der ehemaligen Hafenstadt Aigues Mortes (was so viel wie „Totes Wasser“ heißt), ehemalig deshalb, weil der Hafen im 16.. Jhd. wegen der zunehmenden Versandung geschlossen werden musste. Heute ist die Stadt vor allem für seine Salzproduktion und die Stadtmauer mit der Tour de Constance bekannt Ein abwechslungsreicher Tag!

Mittwoch, 9.2.

Den Mittwochnachmittag und das Wochenende verbrachten wir in den Gastfamilien. (siehe Samstag)

Donnerstag, 10.2.

Zusammen mit den Franzosen fuhren wir am Morgen nach Montpellier. Mme Schaeffer erklärte uns einiges über die Stadt, z.B. dass sie die älteste Fakultät für Medizin beherbergt und mit 1000 Jahren eine recht junge Stadt ist, was sich auch an dem hohen Anteil an Studenten (¼!) zeigt. Dann ging es auf zur Stadtrallye, bei der wir in Kleingruppen Fragen beantworten mussten. Danach hatten wir eine Stunde Zeit, die wir im Einkaufszentrum Polygone verbrachten. Am Nachmittag waren wir im Aquarium „Mare Nostrum“ und konnten z.B. Haifische mit Überbiss bestaunen, bevor es mit der „Blümchenstraßenbahn“ und dem Zug wieder zurück nach Lunel ging.

Freitag, 11.2.

Am Morgen stand Avignon auf dem Programm. Schon vom Bus aus konnten wir einen Blick auf die berühmte „Brücke von Avignon“ werfen, die wir danach mit einem Audioguide besichtigten, wobei wir auch zu dem berühmten Lied „Sur le pont d'Avignon“ tanzten. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt besuchten wir den Papstpalast und genossen von der Dachterrasse aus den Ausblick auf die Stadt. Danach ging es weiter zum römischen Aquaedukt Pont du Gard, einem der meistfotografierten Ausflugsziele der Gegend.

Am Wochenende

schien endlich die Sonne, wir haben viel mit den Familien unternommen, manche waren mountainbiken, Quad fahren, à la découverte de la région besuchten wir Märkte und Restaurants, kleine, malerische Dörfer und eindrucksvolle Städte, wanderten und machten Rad- und Kutschtouren, waren im 3D-Kino in Nîmes.  Auch ein Ausflug ans Wasser mit Muschelsammeln und Klippenklettern durfte nicht fehlen – es war super!

Montag, 14.2.

Nachdem wir einen kurzen Abstecher zu den Flamingos und zum Pont du Diable (zur „Teufelsbrücke“) gemacht hatten, besichtigten wir nach einem kurzen Einführungsfilm die Grotte de Clamouse. Am Ende waren alle schwer beeindruckt von den prächtigen Stalagmiten, Stalagtiten und Kristallen. Danach aßen wir am sehr felsigen Ufer des Hérault und wanderten mit vollen Bäuchen durch St Guilhem, stiegen auf die umliegenden steilen (!) Berge, besichtigten die Abtei und knabberten frisch gekauftes Süßholz.

Abfahrt (15.2.)

Der Abschied fiel allen schwer nach dieser schönen gemeinsam erlebten Zeit, in der neue Freundschaften geschlossen und Kontakte geknüpft worden waren, die hoffentlich auch über den Schüleraustausch hinaus bestehen bleiben. Mit gemischten Gefühlen (und Tränen in den Augen) winkten alle noch ein letztes Mal, bevor wir die Rückfahrt antraten.

Mitte März kamen die Franzosen dann zu uns, konnten regionale Klassiker wie den Affenberg, das Zeppelin-Museum oder Ravensburg besichtigen.

Soweit unser Reisetagebuch. Insgesamt war der Austausch eine schöne Erfahrung. Eine unvergessliche Woche lang haben wir einen kleinen Einblick in das Leben und den Alltag in Frankreich bekommen und sehr viel gesprochen. Es war zwar nicht immer ganz leicht, allein in einer fremden Familie in einem anderen Land, doch lernte man so auch die andere Kultur und die französische Sprache besser kennen. Manche von uns machten besondere kulinarische Erfahrungen, viele Franzosen frühstücken z.B. ohne Teller, essen abends in 5 Gängen, trinken nur Leitungswasser.
Trotzdem: Wir haben uns alle wohl und gut aufgehoben gefühlt – à la prochaine!

Eva, Karla, Viola, Sophia, Lisa, Tamara, Carmen, Veronika, Leoni, Selina, Anne, Noelle, Eva, Sofie, Vinni, Moritz, Niklas, Elena, Lena, sowie A. Mercelat und M. Schiewer

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