Mit diesen und ähnlichen Fragen sahen sich die Fünftklässler konfrontiert,

als Jutta Richter aus ihrem Roman „Der Tag, als ich lernte die Spinnen zu zähmen“ las, der mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde
Dabei erhielten sie unter anderem Einblick in die Erziehungsmethoden der 60er Jahre und stellten dabei im Vergleich mit ihren eigenen Erfahrungen doch manchen Unterschied fest. Sie erfuhren, wie es „Meechen“, der Hauptperson, ergeht, als sie sich mit dem Außenseiter Rainer befreundet, der ihr hilft, sich ihren Ängsten zu stellen und sie schließlich zu besiegen. Und sie erlebten  - durch den lebendigen und packenden Lesestil der Autorin – nahezu hautnah mit, in welchen Gewissenskonflikt Meechen gerät, als sie alleine ihren Außenseiter-Freund Rainer gegen die geballte Ablehnung der anderen verteidigen soll.
In dem mit allen drei fünften Klassen gefüllten Musiksaal war die Spannung direkt zu spüren, als die Autorin ausgewählte Seiten ihres Romans vortrug. Mit ihren Fragen, die sie im Anschluss an die Lesung der Autorin stellen konnten, zeigten die Schüler ihr vielseitiges Interesse am Werk und an der Autorin. So erfuhren sie z. B., dass sie bei einem Auslandsjahr zum Schreiben fand, weil sie Angst hatte, ihre Muttersprache zu verlieren, dass sie auf einem Schloss im Münsterland wohnt und dass sie sogar für ihre Haustiere Gedichte geschrieben hat.