Am 17.10.2012 machten wir uns, eine Auswahl der Schüler der 10. Klasse, auf den Weg nach München, um den „Lernort Staatsregierung“ zu erkunden.

Bereits um 6.30 Uhr starteten wir, gestärkt von einem leckeren Croissant von Frau Kröll, nach München. Dort angekommen wurden wir von Herrn Kolitsch sehr nett empfangen und gleich in einen Raum geführt, in dem uns Frühstück und Getränke erwarteten. So lässt sich der Tag beginnen!
Zuerst bekamen wir von Herrn Kolitsch eine Einführung in die Aufgaben der Staatskanzlei. Hierbei erläuterte er uns die prägende Rolle der Staatskanzlei, die dieser bei der Unterstützung des Ministerpräsidenten zukomme. Er verwies auf die bayerische Verfassung, die in Artikel 52 genau diese Aufgabe betont. Danach wurden wir durch einen stummen Bildimpuls dazu motiviert, Fotos, die Herrn Seehofer zeigen, zu erklären und das politische Geschehen, welche diese zeigen, näher zu beschreiben. Das hat uns insofern gut gefallen, da wir so unser bereits vorhandenes Wissen anbringen konnten. Weitere Aufgaben der Staatskanzlei wurden daraufhin von Herrn Kolitsch erklärt, immer mit der Anweisung, dass wir ihn jederzeit unterbrechen und zu einem Sachverhalt fragen können. Dies war gut, da sich die gesamte Klasse bereits im Vorfeld Fragen überlegt hatte - diese wurden alle beantwortet! Aus dieser Einführung zu den Aufgaben und dem Wesen der Staatskanzlei nehmen wir vor allem mit, dass ihr eine besonders wichtige Rolle in der bayerischen Politik zugesprochen werden muss. Ebenso haben wir die besondere Stellung des Ministerpräsidenten innerhalb der Staatskanzlei und auch innerhalb des Staates Bayern kennengelernt (da wir diese eigentlich schon kennen sollten, kann man auch von „vertieft“ sprechen).
Es folgte nach einer kurzen Pause ein Vortag von einem Referenten über die Europäische Union. Hier wollten wir vor allem Information über die besondere Stellung Bayerns innerhalb der Union kennen lernen, jedoch erzählte der Referent weniger darüber, sondern erklärte uns in seinem Vortrag vielmehr das Politische System der Europäischen Union. Es blieb am Ende ein bisschen Zeit, um dem Referenten auch unsere, im Vorfeld vorbereiteten Fragen, zu stellen. Auf unsere Frage hin, ob er selbst sich denn für einen Austritt Griechenlands aus der EU aussprechen würde, betonte er vor allem den hohen Imageschaden, den die EU dadurch davon tragen würde, wenn sie sich eingestehen würde, dass sie mit ihren Mitgliedsstaaten gescheitert wäre. Leider war das mit die einzige Frage, die wir dem Referenten stellen konnten.
Im Folgenden wurde uns ein Vortrag zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit der Staatskanzlei“ gehalten. Die Referentin stellte kurz die wichtigsten Aufgaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit vor und erklärte uns die interessantesten Inhalte dieser. Bereits im Vorfeld hatten wir mit Frau Kröll das Onlinespiel „Aufbruch Bayern“ gespielt, um einen ersten Eindruck von den verschiedenen Facetten der Öffentlichkeitsarbeit zu bekommen. Neben diesem Spiel, das uns einige Informationen lieferte, legte die Referentin einen besonderen Fokus auf die online-Arbeit der Staatskanzlei. Hier zeigte sie uns zum Beispiel das Jugendportal der bayerischen Staatskanzlei und die Seiten bei facebook und twitter. Diese sorgen bei uns für viel Heiterkeit, da hier lustige Kommentare verschiedenster Jugendlicher im Vordergrund standen. Wir haben bei diesem Vortrag vor allem gelernt, dass gerade für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatskanzlei (im Vergleich zu anderen Referaten) wenig Geld zur Verfügung steht. Besonders gefallen hat uns, dass wir uns hier aktiv einbringen konnten und unsere Ideen, wie man das Resultat der Arbeit hauptsächlich für Jugendliche interessanter gestalten kann, einbringen durften.
Nach einem leckeren Mittagessen folgte ein letzter Vortrag zum Thema „Bundeswehr“ in Bayern. Da dieser sehr knapp und offen gestaltet war, konnten wir hier besonders viele Fragen stellen. Sehr eindrucksvoll waren hierbei die Erfahrungen, die der Referent bereits selbst gemacht hat, als er zum Beispiel den Ministerpräsidenten zu einem Außentermin begleitet hat, bei dem er ihm mit Rat und Tat zur Seite stand.
Zum Abschluss fand noch eine Führung durch die Staatskanzlei statt, bei der wir nicht nur die große Kuppel, sondern auch den Sitzungssaal besuchen durften. Jeder von uns saß hier auf einem Stuhl eines bayerischen Ministers - wir waren wenigstens für die Minute hohe politische Personen. Wir verließen die Staatskanzlei mit vielen neuen Eindrücken und einer Infotasche über die verschiedenen Referate. Abschließend lässt sich sagen, dass wir einen sehr informativen Tag in der Staatskanzlei München verbracht haben. Wir haben viele neue Informationen erhalten und die Wichtigkeit der Staatskanzlei erkannt. Das nächste Mal wollen wir aber noch etwas besser vorbereitet zu dieser, oder anderen Institutionen fahren, damit wir mit den Fachleuten noch ausführlicher und tiefgründiger sprechen können. Letztendlich bleibt aber auch die Erkenntnis, dass eine solche Arbeit in der Staatskanzlei viel Engagement fordert und Stress mit sich bringt- etwas davon wollen wir auch in unseren täglichen Unterricht mitnehmen.

Lernort Staatsregierung