Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte Lindaus war der Rechtsgelehrte und Ratsherr Dr. Valentin Heider. Er vertrat nach dem 30-jährigen Krieg als Gesandter auf dem Friedenskongress in Osnabrück die Rechte der Stadt und erreichte, dass Lindau Rechte und Freiheiten zurückerhielt, die die Stadt im Krieg verloren hatte.
1655 regte Valentin Heider an, sich um die nach dem Schrecken des Krieges verwahrloste Jugend zu kümmern. Aus dieser Sorge um die Kinder entwickelte sich das „Lindauer Kinderfest“, das die Kinder der Lindauer Schulen alljährlich mit feierlichen Umzügen begehen.

Bildquelle: Kupferstich von Conrad Woumans nach einem Gemälde von Anselm van Hulle, 1648. (Das Gemälde befindet sich heute im Lindauer Stadtmuseum.) aus: Pacificatores Orbis Christiani, Rotterdam 1697, Blatt 69, 31,4 x 20,1 cm, Münster, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

  • 1858: Antrag der Landarzttochter Euphrosine Kinkelin an die Stadt Lindau zur Errichtung einer Töchterschule
  • 1859: Genehmigung zum Betrieb einer privaten Erziehungs- und Unterrichtsanstalt im Bensperghaus (heute Auktionshaus Zeller)
  • 1930: Umwandlung in ein Lyzeum
  • 1937: Übernahme der Schule durch die Stadt Lindau: Städtische Oberschule
  • 1965: Umwandlung in ein Gymnasium mit neusprachlichem und sozialwissenschaftlichem Zweig; Umzug in die Ludwig-Kick-Straße
  • 1971: Verstaatlichung der Schule
  • 1991: Verleihung des Namens Valentin-Heider-Gymnasium

Für den im Jahrbuch des Landkreises Lindau, Jahrgang 24/2009, Verlag Eppe GmbH Bergatreute/Aulendorf, S. 57-76 veröffentlichten Artikel Vom Kinkelinschen Töchterinstitut zum Valentin-Heider-Gymnasium von Dieter Güntzschel klicken Sie bitte hier! Die Schule dankt dem Verlag für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Artikels.

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