Während das Unterstufentheater im Herbst 2009 noch „Das kalte Herz“ aufführt, sind wir, die Schülerinnen des P-Seminars Musik der Q12 schon dabei, das nächste Stück zu planen.

Vorgabe ist lediglich, William Shakespeares Drama  „Der Sturm“ in Eigenregie als Musiktheater mit den Schauspielern der sechsten bis achten Klassen zu inszenieren. Bald wird uns klar, dass dies viel mehr Aufwand sein wird als anfangs angenommen.
Bereits vor den Weihnachtsferien ist unser eigenes Textbuch fertig, für das wir die Originalversion rigoros gekürzt und vereinfacht haben.
Nach einem Casting, bei dem wir die Unterstufenschüler kennenlernen und gemeinsam über die Rollenverteilung entscheiden, beginnt die Arbeit so richtig.
Ein Jahr lang treffen wir uns in den Kleingruppen Bühnenbild, Kostüm & Maske, Musik (sogar eigene Lieder werden unter Fr. Friedmanns Leitung komponiert), Technik und Regie (hier wird direkt mit den Schülern geprobt). Dabei wird vom Akkuschrauber bis zur Nähmaschine alles bemüht und wir lernen immer besser, uns selbst zu organisieren und die einzelnen Arbeitsbereiche zu vernetzen.
Nach wenigen Höhen und vielen Tiefen wird es im Oktober 2010 spannend:
Die letzten Gesamtproben nun mit dem Unterstufenchor und den Instrumentalisten verlaufen durchwachsen und so ist die Nervosität vor der ersten Aufführung groß. Doch in den beiden Generalproben am Vormittag vor verschiedenen Klassen steigern sich alle.
Drei Abende hintereinander verwandeln wir den Musiksaal in die Insel des Zauberers Prospero und seiner Tochter Miranda. Es geht um Rache, Hass, Intrigen, aber auch um Liebe, Reue und Vergebung, wir erzählen vom Luftgeist Ariel, der frei sein möchte, vom wilden Sklaven Caliban und dem betrunkenen Kammerdiener Stephano und schließlich der Verlobung zweier Königskinder, bei der Nymphen und Geister auftreten.
Hinter der Bühne ist der Zusammenhalt zwischen allen Beteiligten, egal, ob Unter-, Mittel- oder Oberstufe, enorm.  Ohne diesen Gemeinschaftsgeist ginge es auch gar nicht.
Als der letzte Vorhang fällt, sind wir trotz der schönen Zeit froh und stolz, dass wir es geschafft haben. Vor allem aber sind wir abgekämpft und wollen vorerst das Wort „Theater“ nicht mehr hören.
Generell hat uns das P-Seminar das ganze Jahr über viel praktische Erfahrung sammeln lassen und unsere Stressfestigkeit außerordentlich auf die Probe gestellt.
Danke auch an  Fr. Friedmann, Fr. Schneider-Müller und Fr. Schmid, die sonst die Theaterstücke organisieren und die uns in diesem Jahr so wenig wie möglich aber so viel wie nötig zur Seite standen.

Das P-Seminar Musik Q12

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